Im tankBar-Gottesdienst am 22. Februar in Stadtallendorf rief Christine Faber von OpenDoors, dem überkonfessionellen Hilfswerk, das sich in mehr als 70 Ländern der Welt für Christen einsetzt, die aufgrund ihres Glaubens diskriminiert oder verfolgt werden, zum Gebet für die Menschen im Iran auf. „Einerseits erlebte der Iran das grösste Massaker in seiner Geschichte mit beispielloser Gewalt und andrerseits sind die Reaktionen der Iraner der hoffnungsvollste Protest seit 2019. Sie sehnen sich nach Veränderung in ihrem Land.“ Ein iranischer Christ berichtet: «Unser geliebter Iran schreit nach Gerechtigkeit, Würde und einer Zukunft, in der alle Bürger, auch Christen, in Frieden und ohne Angst und Armut leben können. Möge der Mut unseres Volkes der Keim für ein erneuertes und geeintes Heimatland sein.» Obwohl die Ereignisse keine direkten Angriffe auf Christen innerhalb des Landes sind, sind iranische Christen Teil der Situation vor Ort. So ermutigte Christine Faber eindringlich, in diesen turbulenten Zeiten
- für Frieden und einen tiefgreifenden Wandel im Iran zu beten, damit die Menschen im Iran eine Zukunft voller Würde, Frieden und Religionsfreiheit erleben.
- für die Sicherheit und das Wohlergehen der Menschen zu beten und für ein Ende der Gewalt und der Todesfälle.
- für Einheit und Hoffnung unter den Iranern zu beten, dass die Bürger über ethnische, soziale und religiöse Grenzen hinweg Solidarität und Hoffnung finden. Mögen die Bemühungen um Gerechtigkeit und nationale Erneuerung in den Herzen und Gemeinschaften Wurzeln schlagen.
Sie ist überzeugt davon, dass Gebet die wichtigste Unterstützung für die Menschen vor Ort, insbesondere auch für die verfolgten Christen ist: „Unsere Gebete können dorthin gehen, wo wir nicht hin können. Es gibt keine Grenzen, keine Gefängnismauern, keine Türen, die uns verschlossen bleiben, wenn wir beten.“
Pfarrer Thomas Peters: „Es ist unfassbar, was die Menschen im Iran augenblicklich erleiden und welche Angst unsere iranischen Freunde hier in Deutschland um ihre Familien und Bekannten haben. Dieser Gottesdienst war eine starke Ermutigung und eindrückliche Einladung zum Gebet.“
Herzliche Einladung an alle zur Mahnwache und zum stillen Gedenken und Gebet für die Menschen im Iran jeden Samstag um 15 Uhr auf dem Rathausplatz in Marburg.
Foto: Thomas Peters, Christine Faber, Referentin von OpenDoors, ruft zum Gebet für den Iran auf




Anette Witt




