Am 20. März 2026 gingen 50 Christen aus der evangelischen Kirchengemeinde Herrenwald und der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Geist gemeinsam den ökumenischen Kreuzweg. Dieser führte von der Kirche St. Katharina durch die Kernstadt zur Stadtkirche. Auf dem Weg machten die Teilnehmenden an 7 Stationen Halt. Stationen, die für die Bürgerinnen und Bürger von Stadtallendorf früher von Bedeutung waren und heute noch sind.
Begleitet von Bibeltexten gedachten die Teilnehmenden auf dem Friedhof der Verstorbenen, erinnerten auf dem jüdischen Friedhof an die ehemaligen jüdischen Einwohner und Kriegsgefangenen, machten sich an der Nordschule die Bedeutung von Erziehung und Bildung bewusst und stellten sich am Wegkreuz die Frage: „Welchen Weg soll ich gehen?“.
Nach dem Überqueren der Bundestraße hielten die Mitgehenden am Rathaus, dem Sitz der Stadtverordnetenversammlung. Ein Ort, wo Menschen ihre von Gott geschenkten Talente und Fähigkeiten einbringen können. Der Weg führte weiter zur Diakoniestation, wo der Sinn des Wortes Diakonie, Dienst am Nächsten, erläutert wurde. Am Bahnhof setzten sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinander, ob sie im richtigen Zug sitzen oder ihrem Leben eine neue Richtung geben sollten.
Nach zwei Stunden endete der Kreuzweg in der evangelischen Stadtkirche, wo die Gläubigen die Möglichkeit hatten, sich von Pfarrer Brüning oder Pfarrer Vogel persönlich segnen zu lassen.
Das Organisationsteam dankt ganz herzlich dem Fachbereich 3 der Stadtverwaltung und der Polizei, die die Verkehrssicherung des Kreuzwegs übernommen haben.
Text und Foto: Mechthild Klenner

